(djd). Genussmenschen trinken zum Käse gerne einen passenden Wein. Doch Käse lässt sich auch sehr gut mit Bier kombinieren. In vielen Gasthäusern und Biergärten hat das Bier zum Käse deshalb eine lange Tradition. Zum Obatzten, einer pikanten bayerischen Käsespezialität, wird beispielsweise gerne ein süffiger Gerstensaft getrunken. „Wichtig ist, dass sich Käse und Bier geschmacklich ergänzen“, betont Lisa Schmuck, Käsesommelière bei der Bergader Privatkäserei. Für den perfekten Genuss gelte deshalb: Je kräftiger das Aroma des Käses, desto aromatischer darf das Bier sein. So passt etwa ein Export oder ein Pils zum „Bavaria blu – Der Würzige“. Zu einem herzhaften Weichkäse schmecken aber auch hervorragend würzige Weißbiersorten. Entscheidend ist immer das individuelle Empfinden: Die Käsesommelière ermuntert zum mutigen Ausprobieren, um keine Gaumenfreude zu verpassen.

Bier reinigt die Zunge

Ausprobieren ist das Stichwort: Das richtige Bier eignet sich auch als passende Begleitung für eine Käseverkostung. Denn Käse wird im Mund zu einer cremigen Masse, die die Geschmackspapillen auf der Zunge verklebt. Wein fördert diesen Vorgang. Bier hingegen reinigt die Zunge und macht die Rezeptoren frei für neue Genüsse. Hinzu kommt: Bei stark kohlensäurehaltigen Bieren werden Aromastoffe aus dem Mund leichter in Richtung Nase befördert. Es kommt zu einer zusätzlichen Wahrnehmung – und zu einem intensiveren Gaumenerlebnis.

Faustregel für Anfänger

Genießern, für die eine Kombination von Käse und Bier noch neu ist, gibt Lisa Schmuck folgende Faustregel an die Hand: Milde Käse harmonieren mit leichten und hellen Bieren, würzige Käse mit dunklen, malzigen und stärkeren Biersorten. „Dank unserer vielfältigen Käsesorten und den unzähligen Bierspezialitäten gibt es für neugierige Gaumen eine Menge aufregender Geschmackskombinationen zu entdecken“, verspricht die bayerische Käsesommelière.

Text/Bild: djd/Bergader Privatkäserei