Einmal im Jahr darf – auch trotz der derzeit großen Umleitungs-Irre im Kreis Holzminden – die Raabestadt für den Verkehr voll gesperrt werden. Denn auf der durch Eschershausen führenden B64 drehte sich am Sonntag wieder alles rund um das Knollengewächs Nr. 1: Die Kartoffel. Die Eschershäuser Werbegemeinschaft (EWG) wurde bei schönem Herbst-Wetter dazu mit über 4.000 Besuchern belohnt, so schätzt es kurz vor Schluss am späten Sonntagnachmittag Christian Puschendorf aus dem EWG-Vorstand. Gemeinsam mit der EWG-Vorsitzenden Melanie Rojahn sowie mit Nicole Dempewolf und Marion Krückeberg bildet er das Organisationsteam.

Über 60 Aussteller hatten sich von 11 bis 18 Uhr auf der rund einen Kilometer langen Flaniermeile quer durch die Raabestadt präsentiert, unter ihnen auch viele Vereine und Gewerbetreibende aus Eschershausen und der nahen Umgebung. Für alle stellte das Kartoffelbratfest eine Veranstaltung bereit, auf der man sich präsentieren und mit den Menschen ins Gespräch kommen kann. Das wurde auch unter den Besuchern belohnt, die fast schon in Scharen anreisten, sich aber gut über den Veranstaltungstag verteilten.

Musikalisch hatte das diesjährige Kartoffelbratfest für wirklich jeden Geschmack etwas dabei. Da gab es zum einen fast schon traditionell „Tone Art Music“, daneben die Lennetaler mit zünftiger Blasmusik, die „Blue One’s“, DJ Oliver Kent und das Musiker-Duo „Denny und Jens“, die allesamt an ihren kleinen und großen Bühnen für viele Zuhörer sorgten. Viele Vereine zeigten sich, darunter etwa die Landjugend Hils, die Raabebühneoder auch die Bürgerinitiative Westumgehung, die an ihrem Stand auf das derzeitige „Problemkind Westumgehung“ aufmerksam machte.

Und im nächsten Jahr? Traditionell findet das Kartoffelbratfest stets am dritten Sonntag im September statt, auch wenn sich Christian Puschendorf da für nächstes Jahr noch nicht festlegen möchte: „Wir entscheiden jedes Jahr erneut gemeinsam mit unseren Mitgliedern über das Kartoffelbratfest“, heißt es aus der Werbegemeinschaft. Doch bei dieser langen Tradition, der guten Resonanz dieses Festes und der vergangenen Veranstaltungen, wer mag da auf das Kartoffelbratfest verzichten wollen.