9. Dezember 2017 20:00 - 23:00

Albaxen

Tonenburg

05531/2426

The Big Swamp
Der Südosten der Vereinigten Staaten. Wiege des Blues. Die Kneipen und Anzüge der 50er sind kaum ein Flirren in der moskitogeschwängerten Luft. Genau die atmet The Big Swamp. Die Musik der vier Hildesheimer ist erdig, pulsierend, ursprünglich. Slide-Gitarre, Blues-Harp, Bass schaffen einen unverwechselbaren Stil. „Scharfer Juke-Joint-Sound aus Hildesheim“, staunten die Redakteure von „Gitarre & Bass“ nach den ersten Aufnahmen. Die Musik von The Big Swamp fließt durch die Gehörgänge wie feuriger Whiskey durch die Speiseröhre. Die Band schwimmt in denselben Gewässern wie Shawn James, Foghat, R.L. Burnside, Jack White, Wucan, Siena Root oder Blackberry Smoke.

Über 2000 Musikliebhabern gefällt die Gruppe auf Facebook. 4000mal haben Kenner die Songs von The Big Swamp allein auf Soundcloud gehört. 10.000 Klicks zählt Youtube für „River Mud“. Das Erstlingswerk der Gruppe, „Sober And Nice“, ist vergriffen. Das dritte Album „Come Over, Come Home“ erscheint am 29. September. Gemastert wurde es in Nashville, Tennessee. Verantwortlich war TrueEast-Mastering. Dieselben Klangkünstler machten bereits den Vorgänger, das gefeierte „Heavy Load“, zum Hörerlebnis.

Die Aufnahmen von allen drei Silberlingen entstanden in den 7V-Studios von Achim Sauer. The Big Swamp sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Die Platten der Swamp-Rocker sind unverzichtbarer Bestandteil im Plattenregal jedes Blues-Fans.

Besetzung:
Jan Strobel – Gesang, Slidegitarre, Harp
Dennis Krastinat – Gitarre
wena – Bass
Axel Gertig – Schlagzeug

Marius Tilly Band
Sich selbst neu erfunden hat Marius Tilly. mit seinem aktuellen Album: „Nebula Rising“ (M.i.G. Music/ Indigo) präsentiert den deutschen Sänger/Gitarristen, der bislang in postmodernen Bluesrock-Gefilden unterwegs war, als gereiften Songschreiber sowie Interpreten im Spannungsfeld von Alternative und Rock. „Mir war es wichtig“, betont der Mann aus dem Ruhrgebiet, „dass die Lieder keine Vorlage sind, um mich als Instrumentalist in Szene zu setzen. Stattdessen steht das Songwriting im Fokus.“ Die künstlerische Umorientierung mündete in der Konsequenz, dass der Zusatz „Band“ aus dem Gruppennamen gestrichen wurde und die mit Rhythmusduo „zu 90% live eingespielte Platte“ unter „Marius Tilly.“ erscheint.

Seine dritte CD seit 2009 entstand unter der Regie des Tontechnikers Helge Preuß im Hannoveraner Horus- Sound-Studio. Dieses gehörte lange Zeit Frank Bornemann. Der Gründer der Artrock-Gruppe Eloy und Entdecker sowie temporäre Produzent des Crossover-Quartetts Guano Apes (Hit: „Lords Of The Boards“) ist nicht nur Verleger, sondern auch Mentor von Tilly. Dessen Frischzellenkur kommt in Form von zwölf Songs, die Brian Lucey (The Arctic Monkeys, Ray LaMontague) gemastert hat, daher. Sie sind ebenso abwechslungsreich wie intelligent strukturiert und arrangiert. Stilistisch erinnern die Eigenkompositionen entfernt an The Black Keys, Jack White, Robert Plant oder Rival Sons. „Diesmal ist das leichte Rahmenkonzept das Thema Weltraum“, erläutert Tilly. Konkret meint der Fan von Douglas Adams’ Science-Fiction-Satire- Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“: „Die Lyrik wirft von außerhalb einen Blick auf unsere Welt.“ Nachzulesen sind die Texte im achtseitigen Booklet des DigiPacks.

Dass „der beste Newcomer Deutschlands“ bei der 2014er Ausgabe des Rock-Wettbewerbs „Global Battle Of The Bands“ sehr erdverbunden und bodenständig ist, wird er 2016 deutschlandweit live unter Beweis stellen. Ende April steht ein Konzert mit den Aussie-Rockern Vdelli an, bevor es Anfang Mai zu vier Terminen mit zwei weiteren Trios geht – Kamchatka (Power-Stoner-Bluesrock aus Schweden) und The Brew (Gitarrenrock aus Groß- britannien), gefolgt von diversen Solo-Shows.

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